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Wozu Sauerstoffkur?
Bei vielen Erkrankungen, aber auch
bei bloßen Befindlichkeitsstörungen
kommt es zu einer verminderten Sauerstoffversorgung des
Organismus dadurch, dass entweder zuwenig Sauerstoff über die
Atmung ins Blut aufgenommen werden kann (Lungenerkrankungen) oder
aber die Aufnahme von Sauerstoff aus dem Blut ins Gewebe
blockiert ist. Durchblutungsstörungen sind die Folge.
Dies
führt zu erhöhter Krankheitsanfälligkeit durch schnellere Zellalterung. Die
Sauerstofftherapie versucht nun mit geeigneten Mitteln dieses Defizit
auszugleichen, wobei sich herausgestellt hat, dass dadurch auch die relativ
kurzfristige Zufuhr von reinem Sauerstoff einen lange anhaltenden Effekt
erzielt. Lesen Sie dazu auch die Notiz im
©KURIER
vom 14.11.2001.
Wann ist die Sauerstoffkur sinnvoll?
Nach Operationen, bei Schwächezuständen, allgemeiner Erschöpfung,
Antriebsschwäche, Wechselbeschwerden wie Schlafstörungen und
Depressionen, aber auch nach bestimmten Krebsoperationen. Die
Sauerstoffkur fördert die Durchblutung, stärkt das Immunsystem,
verbessert die Gedächtnisleistung, regt die Selbstheilungskräfte
an und schafft ganz allgemein Wohlbefinden.
Was bedeutet Mehrschritt-Therapie?
Die Therapie besteht aus drei Teilen (Mehrschritt): 1. der
Verabreichung von Vitamin (B) und/oder Calcium und/oder Magnesium
in Form einer Brauselimonade, je nach individuellem Bedürfnis
des Patienten. 2. Atmen von reinem Sauerstoff über eine
geeignete Maske für etwa 15 bis 30 Minuten. 3. Leichte Belastung
durch geistige Arbeit wie etwa das Lösen von Rätsel- oder
Rechenaufgaben, oder das Durchführen von Kniebeugen (nicht mehr
als 2 pro Minute).
Wie oft?
Die Kur besteht im allgemeinen aus etwa 10 Behandlungen, die
möglichst knapp aufeinander folgen sollen (3-4 pro Woche). Nach
etwa 6 Wochen sollte eine zweite Kur angeschlossen werden.
© Dr. Walter Lingard, Wien
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